Max Strnad: Die Verfolgung der Juden aus Mischehen in der Endkriegsphase Räumung der Westfront und Deportation nach Theresienstadt 1944/45 (Vortrag am 16.6.2016)

Am 1. September 1944 lebten noch knapp 15.000 Juden im Deutschen Reich. Der Großteil war mit einem nichtjüdischen Partner in sogenannter Mischehe verheiratet und daher bislang von der Deportation und Vernichtung ausgenommen. Mitte September 1944 änderte die NS-Regierung ihren Kurs. Erstmalig ließ sie nun auch etwa 1.000 jüdische Mischehepartner aus den gefährdeten Frontgauen Düsseldorf, Essen, Köln-Aachen und Westfalen verschleppen. In seinem Vortrag stellt der Münchner Historiker Maximilian Strnad am Beispiel der Düsseldorfer Juden und ihres Weges über die Arbeitslager der Organisation Todt, das Sammellager im Jüdischen Krankenhaus Berlin in das Ghetto Theresienstadt seine aktuellen Recherchen zur Verfolgung der Deutschen Juden in der Endphase des sogenannten "Dritten Reiches" vor.

Der Vortrag ist der fünfte in der neuen Veranstaltungsreihe des Erinnerungsortes: "Erinnern heißt Handeln". Das gesamte Programm der Reihe finden Sie hier.

 

Datum: 16.06.2016
Zeit: 18.30 Uhr

Ort: Hochschule Düsseldorf
Münsterstraße 156
Gebäude 3, Raum 1.001

Eintritt: frei

 

 

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