Projekte

Laufende und abgeschlossene Projekte:

  • "Judenhäuser" in Düsseldorf

    Judenhäuser websiteDas Seminar „Spurensuche - Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung“ am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf (Prof. Alexander Flohé/Dr. Joachim Schröder, SoSe 2018) beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte der sog. "Judenhäuser" – oder "Ghettohäuser" – im früheren Düsseldorfer Stadtgebiet (siehe den Bericht vom 29.08.2018). Eine Projektgruppe des Seminars (Anna Carls, Mimona Effenberger, Steffi Veenstra) gestaltete in Zusammenarbeit mit der "GIS-Akademie" auf der Basis der bis dahin zugänglichen Quellen eine interaktive Website. Auf einem Stadtplan sind die bis dahin bekannten „Judenhäuser“ nun sichtbar. Es finden sich Angaben zu Zahlen und Namen der früheren Bewohner*innen, dokumentiert wird auch, was mit den Menschen geschah. Es handelt sich bei der Website um einen Prototyp, der die bisher recherchierten Informationen dokumentiert. Die nun präsentierten Informationen bieten also keine Gewähr auf Vollständigkeit. Sie dokumentieren aber bereits jetzt anschaulich und in beklemmender Weise, wie vor den Augen ihrer Nachbar*innen die jüdischen Bürger*innen aus ihren Wohnungen vertrieben und in "Judenhäusern" zwangseingemietet wurden. Dies war in der Regel die letzte Vorstufe vor ihrer Deportation in eines der Ghettos und Mordlager im deutsch besetzten Osteuropa. Hier gehts zur Website!

    Die Datengrundlage für die Website wird derzeit ergänzt und überarbeitet, danach erfolgt ein Relaunch der Website. In Zukunft soll die Website auch nicht auf das Düsseldorfer Stadtgebiet beschränkt bleiben. Denn die Menschen, die vom Schlachthof deportiert wurden, kamen aus dem gesamten Regierungsbezirk und in allen Städten gab es solche „Judenhäuser“. Und fast überall ist ihre Geschichte schlecht erforscht. Dies könnte in Zukunft in einem größeren Projekt, in Zusammenarbeit mit anderen Erinnerungs- und Gedenkorten im Regierungsbezirk erfolgen.

     
  • Virtuelle Realität - Rundgang durch den Erinnerungsort (HSD/FB Medien)

    Im Rahmen eines Hochschulprojektes der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Medien unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Herder wurden in Kooperation mit der Hochschulbibliothek Panoramen der neuen Hochschulbibliothek am neu erbauten Campus in Derendorf erstellt. Bei einem virtuellen Rundgangs durch die neue Bibliothek erhält man durch einbettete Videos, Bilder und Texte eine Übersicht und Erläuterungen zur Nutzung. Ein Interview zum Erinnerungsort gibt Einblicke in die Entwicklung und Bedeutung des Gebäudes. Informationen zum Projekt finden Sie hier.

    Auch ein virtueller Rundgang durch den Erinnerungsort ist möglich. Betreten Sie zunächst den Haupteingang der Bibliothek und wenden sich dann nach links, zum Eingang der Dauerausstellung des Erinnerungsortes. Viel Spaß!

     
  • Vergessene Orte des Holocaust in Ostpolen. Bericht über die Studienfahrt nach Lublin (29.04. – 04.05.2017)

    08 Gedenkstein Selma PardisVor fast 75 Jahren, im Frühjahr 1942, begannen die deutschen Besatzer mit der systematischen Ermordung der polnischen Jüdinnen und Juden im damaligen „Generalgouvernement“ („Aktion Reinhardt“*). Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder wurden aus den Ghettos in die eigens eingerichteten Mordlager verschleppt: nach Chełmno, Treblinka, Sobibór, Bełżec. Anders als Auschwitz, dem internationalen Symbol für den Holocaust, sind diese Tatorte heute nur wenigen ein Begriff, sie spielen eine untergeordnete Rolle in der deutschen (wie auch in der polnischen) Erinnerungskultur. So ist kaum bekannt, dass auch zehntausende deutsche Jüdinnen und Juden Opfer dieser Mordaktion wurden. Sie waren zwischen März und Juni 1942 aus dem Deutschen Reich in die Region Lublin verschleppt worden. Darunter befanden sich auch rund 2.000 Menschen aus den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf.

     
  • „Erinnerung als aktive Arbeit für Gegenwart und Zukunft“. Bericht über eine Studienfahrt nach Minsk (Nov./Dez. 2016)

    Vom 26.11. bis 3.12.2016 unternahmen VertreterInnen der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der NS-Dokumentation Vogelsang und des Erinnerungsortes Alter Schlachthof gemeinsam mit Prof. Dr. Beate Fieseler und Prof. Dr. Guido Thiemeyer (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und 20 Studierenden eine Studienfahrt nach Minsk. Im Rahmen dieses von der Abt. für Geschichte und Kulturen Osteuropas am Institut für Geschichtswissenschaften der Universität organisierten, vom DAAD geförderten Projektes mit der 1991 gegründeten Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk hatten bereits im Oktober belorussische, in der Bildungsarbeit tätige KollegInnen die genannten Einrichtungen besucht. Die Reisegruppe besichtigte verschiedene historischen Orte und Stätten, die an das Leiden der belorussischen Bevölkerung während der nazistischen Besatzung erinnern. Wesentliches Ziel der Reise war neben dem Kennenlernen dieser historischen Orte der Dialog mit VertreterInnen verschiedener Organisationen der belorussischen Zivilgesellschaft und die Auseinandersetzung mit der sich seit 1991 langsam wandelnden Erinnerungskultur in Belarus.

     
  • Eindrücke vom Tag des offenen Denkmals (11.09.2016)

    ErinnerungsortRund 400 Besucherinnen und Besucher machten sich vergangenen Sonntag, am diesjährigen Tag des offenen Denkmals, auf den Weg in die Hochschule Düsseldorf. Zu besichtigen waren dort nicht nur der seit Februar 2016 eröffnete Erinnerungsort Alter Schlachthof. Zugänglich war die gesamte denkmalgeschützte frühere Viehmarkthalle, in der heute Campus IT und Hochschulbibliothek untergebracht sind. Geschichte und heutige Funktion der Gebäude wurden von den fachkundigen Kolleginnen der Hochschulbibliothek in Führungen erläutert. Vor dem Eingang präsentierte die Kölner Künstlerin Ulrike Oeter ihr mobiles "Straßenmuseum". Im Gebäude 4 konnte eine virtuelle Installation des früheren Schlachthofgeländes (Prof. Jens Herder, Lena Drubel, Felix Paul, FB medien) bestaunt und ausprobiert werden. In beiden Gebäuden dokumentierten historische Aufnahmen des Schlachthofes, wie es hier früher einmal ausgesehen hat...

     
  • SS-Netzwerke in der Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen in den 1950er-/60er Jahren?

    Laufzeit: Mai 2014 – Juni 2017

    Bearbeiter: Dr. Joachim Schröder

     
  • Antisemitische Zuschriften an die jüdische Gemeinde Düsseldorf (1980-2014)

    Laufzeit: Mai – April 2016

    Bearbeiter/innen: Lea Reichel, Dr. Joachim Schröder
    Veröffentlicht: 30.01.2019

     
  • Tag des offenen Denkmals (8.9.2013) Erinnerungsort Alter Schlachthof auf dem neuen Campus der FH in Derendorf

    Laufzeit: Abgeschlossen