Vergessene Opfer - (K)eine Frage der Wahrnehmung? Podiumsdiskussion am 19.03.2020

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Alleine im Zeitraum 1990 bis 2019 sind mindestens 24 Menschen in Nordrhein-Westfalen bei rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierten Gewalttaten getötet worden. Hinzu kommen mindestens weitere acht Verdachtsfälle, in denen ein entsprechendes Tatmotiv naheliegt. Doch lediglich elf der Getöteten sind bislang auch offiziell als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt. Noch weniger bekannt sind rassistische Brandstiftungen und Tötungsdelikte der 1970er und 1980er Jahre.

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Spurensuche – Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung. „Judenhäuser“ im Regierungsbezirk Düsseldorf (1939-1945)

IMG 6019 Kopie 1Ehemalige „Judenhäuser“ stehen heute mitten in unseren Städten, sind in unserer direkten Nachbarschaft – und oft kennt keiner ihre Geschichte. Heute sind diese ehemaligen Altenheime, Gemeindehäuser oder Kaufhäuser nicht mehr als solche zu erkennen. Es sind unscheinbare Wohnhäuser oder Parkplätze, die unseren Alltag in der Stadt begleiten. Ihre Geschichte(n) zu erforschen als Geschichte(n), die etwas über Nachbarschaften im Gestern und Heute erzählen, dies versucht das Seminar „Spurensuche – Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung“, geleitet von Alexander Flohé (Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften) und Joachim Schröder, dem Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf.

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Erinnerungsort Alter Schlachthof: Gespräch mit Sonia Dombrowski, der letzten Düsseldorfer Überlebenden der „Polenaktion“ (28.10.1938)

2020.02 DombrowskiDer Andrang war so groß, dass leider viele Besucher*innen abgewiesen werden mussten. Über 70 Menschen kamen, um die Lebensgeschichte von Sonia Dombrowski (89 Jahre) zu hören, gemeinsam mit ihrer ein Jahr älteren Schwester Ester die letzten Überlebende der „Polenaktion“ – der Abschiebung der Jüdinnen und Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit aus dem Deutschen Reich, am 28.10.1938. Die Veranstaltung des Erinnerungsortes Alter Schlachthof fand aus gegebenem Anlass in der Mahn- und Gedenkstätte statt, wo noch bis zum 15.3.2020 die Ausstellung „Im Niemandsland“ gezeigt wird, die eben diese Abschiebung thematisiert.

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